Untreu

Eine Beziehung lebt vom gegenseitigen Vertrauen. Wird das Vertrauen beschädigt, erleidet sie einen Schaden, der nur schwer zu reparieren ist. Manchmal ist sie so schwer beschädigt, dass sie ganz zu Bruch geht.

untreuGründe für einen Verlust des Vertrauens gibt es viele, aber der schlimmste Feind ist die Untreue. Wenn einer der Partner nicht treu ist, empfindet das der andere Partner als Verletzung seiner Gefühle und als Verrat an der gegenseitigen Liebe. Stellt man den Anderen zur Rede, hört man oft Ausflüchte. Es sei alles nicht so, wie es aussieht und außerdem wäre man ja gar nicht untreu gewesen. Was man für Untreue hält und was nur als harmloser Flirt verstanden werden kann, ist Auslegungssache. Eine allgemein gültige Definition gibt es nicht, wenn man sie auch noch so gerne hätte, um für sich selbst einen Anhaltspunkt haben zu können. Wer sexuellen Kontakt mit einer anderen Person hat, ist aus der Sicht des betrogenen Partners untreu. Im Gespräch über dieses Thema hört man dann aber, dass der Sex mit dem oder der Anderen die Liebe zum Partner nicht antastet und somit sei er auch nicht als Untreue auszulegen. Das andere Extrem liegt vor, wenn man mit den Gedanken ständig bei jemand anders ist, weil man sich verliebt hat. Man nimmt es aber mit der Treue so ernst, dass man jeden körperlichen Kontakt unterlässt. Der Partner wird auch dieses Verhalten als Untreue empfinden. Letztlich wird es für jedes Paar anders sein. Es ist gut, wenn man darüber spricht – und zwar schon zu einem Zeitpunkt, bevor es zu einer delikaten Situation kommen könnte. In einer Partnerschaft, die von beiden Beteiligten als offene Beziehung definiert wird, fängt Untreue zu einem komplett anderen Zeitpunkt an, als dort, wo die gegenseitige Liebe in einen Besitzanspruch mündet. Als Überschrift für alle gilt: Verletzungen müssen vermieden werden.