Flirt
Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann! Trude Herr wusste schon damals, wovon sie sang, denn Flirten ist gut für die Linie. Warum das so ist, lässt sich ganz einfach erklären.
Ein Flirt hebt das Selbstbewusstsein, belebt die Sinne und macht gute Laune. Eigentlich müsste Flirten eine Therapie sein, die man auf ärztliche Verordnung hin erhalten kann, denn der positive Einfluss auf Körper und Seele ist genauso wohltuend wie unbestritten. Jeder hat das schon einmal am eigenen Leib erfahren: Kaum hat man einen heißen Flirt begonnen, ist die schlechte Laune wie weggeblasen, die leichten Kopfschmerzen haben sich verflüchtigt und bei einem Blick in den Spiegel findet man sich auf einmal wahnsinnig attraktiv. Das bildet man sich nicht etwa ein, sondern diese Phänomene sind wissenschaftlich erklärbar. Bei einem aufregenden Flirt produziert der Körper nämlich einen wahren Glückscocktail an Hormonen, der sich sogar äußerlich bemerkbar macht. Die Gesichtsfarbe wird rosig und die Augen glänzen, man strahlt aus allen Poren. Aber noch deutlicher ist die Innenwirkung. Endorphine sorgen für ein niedrigeres Schmerzempfinden, Serotonin hebt die Stimmung und Adrenalin macht munter. Die Mischung macht´s und dies ist auch der Grund dafür, dass man sich beim Flirten wohl fühlt und eine umwerfende Ausstrahlung hat. Die Seele hat Hunger auf solche Glücksmomente und wer nicht flirtet, ist sozusagen gezwungen, zur Schokolade zu greifen, denn der Genuss von Süßigkeiten bewirkt die Ausschüttung eines ähnlichen Hormoncocktails. Flirt als Diät – keine schlechte Idee! Man sollte sich aber trotzdem eine bessere Ausrede parat halten, für den Fall, dass man liiert und dennoch einem Flirt nicht abgeneigt ist. Manche können ja einfach nichts dafür, wenn sie dauernd angeflirtet werden. Schuld sind die Pheromone, das sind Sexualduftstoffe, deren Produktion man nicht direkt beeinflussen kann. Sie wirken als Lockstoff auf das andere Geschlecht – und dafür kann man ja wirklich nichts!
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