Erotische Literatur
Wer behauptet, erotische Literatur gehört nur in die pornografische Schmuddelecke, hat noch nie einen Klassiker der erotischen Weltliteratur gelesen oder die Gelegenheit gehabt, in sinnliche, lustvolle, gehobene Texte zu blicken.
Das Kamasutra als Lehrbuch für körperliche Liebe hat sicherlich schon jeder einmal in der Hand gehabt und von der Lebensgeschichte der Dirne Josephine Mutzenbacher in Romanform hat auch schon so mancher gehört. Und was ist mit den poetischen Ergüssen des Marquis de Sade?
Die Trennung zwischen Erotik und Pornografie ist ohnehin schwer zu ziehen, das gilt erst recht in der Literatur. Aber es ist eigentlich gar nicht wichtig, wie man das nennt, was einem beim Lesen so viel Spaß macht.
Erotische Literatur findet sich in beinahe jedem Bücherregal – denn, ob es nun die Klassiker oder aktuelle Autoren sind: Über Erotik und Sexualität ist schon immer geschrieben worden und die Werke haben schon immer ihre Anhänger gefunden. Heutzutage kann es sogar leicht gelingen, mit einem erotischen Roman die Bestsellerlisten zu stürmen. Es muss nur stark genug provozieren, um Aufmerksamkeit zu erregen. Der Rest ergibt sich von alleine, denn Erotik ist ein Thema in der Literatur, das immer seine Leser haben wird.
So vielfältig die Erotik ist, so vielfältig sind auch die einzelnen Untersparten, welche die erotische Literatur in sich vereint. Erotische Kurzgeschichten werden gern zur Unterhaltung gelesen und man schenkt sie auch gern dem Liebsten. Es darf dabei auch ziemlich deftig zugehen, denn diese Art von erotischer Literatur liest man nicht vorrangig aus literarischem Interesse. Die Spannbreite reicht bis zu Sachbüchern, in denen mit wissenschaftlichem Hintergrund bestimmte Praktiken und Vorlieben erklärt werden. Diese Art von erotischer Literatur liest man hauptsächlich, wenn man sich aus persönlichen Gründen mit einer bestimmten sexuellen Ausrichtung befassen möchte.
Die meisten Bücher mit erotischem Inhalt liegen jedoch ausschließlich aus Lust am Lesen und an der Erotik auf dem Nachttisch. Der Leser hat bestimmt nichts dagegen, wenn die Textpassagen mit einigen aussagefähigen Bildern aufgelockert werden.
Weitere Beiträge:

